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Staatsminister Thomas Schmidt, Botschafter Philippe Étienne, Joseph Daul und Dr. Peter Jahr (v.l.n.r.)
Land-Union: Dr. Peter Jahr beim 21. Europäischen Bauernmarkt in Plauen
Land-Union: Dr. Peter Jahr beim 21. Europäischen Bauernmarkt in Plauen
10.03.2016 - Land
Themengebiet: Europa, Landwirtschaft
Land-Union: Dr. Peter Jahr beim 21. Europäischen Bauernmarkt in Plauen

Was Ideen, Beharrlichkeit und vogtländische Kreativität bewirken können, wurde kürzlich in Plauen sichtbar - der Europäische Bauernmarkt geht in seine 21. Saison!

Regionale Vielfalt ist das Schlagwort der auch als „Kleine Grüne Woche“ unter Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt MdL, gehandelten Veranstaltung, an der über 60 Aussteller aus 10 Ländern landestypische Erzeugnisse und Spezialitäten präsentieren und zum Kauf anbieten. 35.000 Besucher werden in diesem Jahr wieder erwartet.

Frankreich ist in diesem Jahr Partnerland und das hat neben dem aus dem Elsass stammenden Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei Joseph Daul MdEP auch den französischen Botschafter in Deutschland, SE  M. Philippe Étienne, bewogen, in das beschauliche Vogtland zu reisen und an der festlichen Eröffnungsveranstaltung mit teilzunehmen.

Beim traditionellen Agrarpolitischen Forum, an dem neben Staatsminister Schmidt und dem Landesvorsitzenden der Land-Union Sachsen Dr. Peter Jahr MdEP, auch Joseph Daul, Robert Hochbaum MdB sowie Julia Floß, Landwirtin im Familienunternehmen in Pausa, teilnahmen, dominierten aktuelle Probleme des Berufsstandes vor allem aus der Sicht des rapiden europa- und weltweiten Preisverfalls für hochwertige landwirtschaftliche Erzeugnisse. Nur so war es zu verstehen, dass Julia Floß schon im Ton der Verzweiflung auf die für die Bauern immer schwieriger werdende Situation hinwies, wonach es zu ersten Firmenpleiten gekommen ist und sich landesweit weitere Probleme abzeichnen.

Agrarexperte Jahr bestätigte aus europäischer Sicht, dass der Preisverfall insbesondere bei Milch, Schweinefleisch, Obst und Gemüse für den Berufsstand in der Fläche existenzbedrohend ist und war sich mit seinem französischen Kollegen Daul einig: Brücken in die Zukunft zu bauen gelingt nur, wenn sich Brüssel mehr an den nationalen Bedingungen vor Ort orientiert. Hierzu brauche es schnelle und handlungsfähige Reaktionen. Andererseits gilt auch: Es muss endlich Schluss sein europäische Verordnungen oder Richtlinien durch nationale Extras zu verschärfen. Eine klare Absage der Gesprächsteilnehmer ging auch in Richtung Embargopolitik gegenüber Russland. Solche Mittel seien heute nicht mehr tauglich, um politische Interessen durchzusetzen.